Angelika Rauleder | Praxis für Psychotherapie | Kreativwerkstatt

Katathymes Bilderleben (KB)

Die Katathym-Imaginative Psychotherapie (KIP) ist eine Tagtraumtechnik

Was ist Katathymes Bildererleben?

Das Katathyme Bilderleben, die Katathym-Imaginative Psychotherapie, (KIP) ist ein von Hanscarl Leuner 1954 eingeführtes, tiefenpsychologisch fundiertes Verfahren, das anfänglich unter den synonymen Begriffen „Katathymes Bilderleben“ (KB) und „Symboldrama“ bekannt wurde. Das Beiwort „katathym“ soll deutlich machen, dass unsere inneren Bilder „aus dem Gefühl heraus“, also nicht willentlich gesteuert werden. Oft wird dieses Therapieverfahren auch Bilderreise genannt.

Beim gefühlsmäßigen Bilderleben, geht man davon aus, dass innere Bilder und Vorstellungen, die während des Tages in unseren Gedanken auftauchen, unbewusste aktuelle oder vergangende Konflikte und verdrängte Gefühle darstellen, vergleichbar mit den Erlebnissen in unseren Nachtträumen. Meistens werden diesen inneren Bilder allerdings keine größere Beachtung geschenkt und bleiben somit unbewusst.

Bei diesem Tagtraumverfahren werden Sie, mit Hilfe der von mir vorgegebenen Bildmotiven, angeregt, innere Bilder zu imaginieren. Durch die Entspannung in Trance und unterstützt durch meine sanfte emotionale Begleitung eröffnet sich Ihnen ein geschützter Erlebnis-und Entwicklungraum.

Ihre spontan auftauchenden Vorstellungsbilder nutzen wir, um Ihre unbewussten Motivationen, Konflikte und Abwehrmechanismen zuerst einmal vor Ihrem inneren Auge sichtbar, und für Sie so neu erfahr- und verstehbar zu machen. Sie haben also die Möglichkeit, unbewusste aktuelle oder ungelöste Konflikte aus der Vergangenheit zu erkennen und während der Imaginationsphase direkt im Erleben, kreativ zu verändern und zu lösen. Das Besondere an diesem Therapieverfahren ist, dass Ihnen auf eine individuelle und kreative Art und Weise das sogenannte „Probehandeln“ und Problemlösen gelingen wird.

Ein weiterer Vorteil gegenüber anderen Therapieformen ist, dass die Be- und Verarbeitung der jeweiligen Problematik auf zweifache Weise stattfindet, soll heißen, bereits auf der Symbolebene während der sogenannten Imaginationsphase und anschließend kognitiv durch das Reflexionsgespräch.

Oft können Sie die Symbolik Ihrer inneren Bilder auch ganz allein entschlüsseln.

Durch die Förderung und Anregung von Symbolisierungsprozessen erreichen Sie zusätzlich eine Ausweitung Ihrer Persönlichkeit und Ichstruktur und erfahren so eine Ich-Stärkung.

 

Anwendungsmöglichkeiten

Das Katathyme Bilderleben eignet sich als Kurzzeittherapie zur Behandlung von

  • Lebenskrisen und Sinnkrisen
  • Schmerzen und Schlafstörungen
  • Depressionen und Burnout-Syndromen
  • psychosomatischen Beschwerden
  • Zwangsstörungen und somatoformen Störungen
  • psychisch bedingten Sexualstörungen

 

So funktioniert das

Katathyme Bilderleben (KB)

Ablauf einer KB-Sitzung:

Zu Beginn der Behandlung führen wir ein ausführliches Anamnesegespräch, in dem wir über Ihre Lebensgeschichte, Ihre aktuellen Beschwerden und Ihre Erwartungen sprechen. Ihr Therapieziel werden wir gemeinsam genauer eruieren und definieren. Ich biete Ihnen auch bei dieser Therapieform eine ganz individuelle Begleitung an.

Nach diesem Gespräch beginnt für Sie die Entspannungsphase: Sie werden von mir in einen sehr angenehmen, leichten Trancezustand geführt. Ich gebe Ihnen dann ein Bild vor, wie z.B. eine Wiese, einen Baum, ein Haus, einen Berg etc., das Sie mit inneren Bildern, nach Ihren eigenen Vorstellungen imaginieren können. Sie beschreiben in dieser sogenannten Imaginationsphase genau, was Sie wahrnehmen und bearbeiten durch meine sanfte Begleitung und Anleitung die aufsteigenden Erlebnisse und Sinneseindrücke.

Auch „freies Bildern“ ohne Vorgabe eines Bildes ist möglich.

In einem darauf folgenden Reflexionsgespräch werden wir gemeinsam das Erlebte einordnen, versuchen, Zusammenhänge herzustellen und die aufgetauchten Gefühle und Konflikte weiter bearbeiten. Ich biete Ihnen gerne auch Interpretationsmöglichkeiten an.

Es empfielt sich, in mehreren KB-Sitzungen an der aufgetretenen Thematik oder Problematik weiter zu arbeiten.